Montag, 19. Januar 2009

Die Linken und die Verstaatlichung


Die Linken werden jetzt in den hessischen Landtag einziehen. Einen Vorwurf wird man ihnen aber nun nicht mehr machen können: Dass sie für die Verstaatlichung der Banken verantwortlich sind.
Das haben die Banken sich schon ganz alleine eingerührt.

Ist schon pervers: Hätten die Linken von Verstaatlichung geredet, wäre das Geschrei groß gewesen. Jetzt aber, so wie es jetzt gekommen ist, kräht kein Hahn danach!

Sonntag, 18. Januar 2009

Aus dem Alltag eines Polizisten


"Nein, aber kommen Sie bitte schnell. Ich habe mich hier im Schlafzimmer eingeschlossen und habe Angst, weil...aaaaaaaaaah."
Rumpel, rascheln.
"aaaah...er hat die Tür aufgebrochen und jetzt....ahhhhhhh."
Klick.

Aus dem Alltag eines Polizisten.

Lesenswert.

Samstag, 10. Januar 2009

Twitter-Interview mit Schäfer-Gümbel


Ein Blogger führt mit Thorsten Schäfer-Gümbel, dem SPD-Kandidaten für die hessischen Landtagswahlen, ein Interview per Twitter (!).

Meiner Meinung nach grenzwertig, denn was will man schon mit 140-Zeichen-Antworten für Aussagen bekommen?

Aber es kommt noch besser:
In der für die Blogger-Szene so typischen Selbstverliebtheit in die die ach so neuen Medien (Blogs, Twitter etc.) stellt er zu mindestens 50% Fragen, die genau diese Selbstverliebtheit in die neuen Medien widerspiegeln:

Wie würden Sie Twitter einem Mitmenschen erklären [...]?
Wie kam es, dass Sie Twitter nutzen [...]?
Werden Sie auch nach der Wahl weiter twittern [..]?
Welche Fragen haben Sie an uns Twitter-Nutzer [...]?


Das sind also die Dinge, die einen Blogger kurz vor einer Landtagswahl an einem Spitzenkandidaten interessieren.

Lächerlich bis peinlich.

Kein Wunder, dass Blogs und Blogger nicht ernstgenommen werden, obwohl deren Anspruchsdenken in dieser Richtung oftmals gewaltig groß ist.

Und außerdem: Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass Teile der Blogger-Szene einen Politiker allein deshalb wählen würden, weil er Blogs oder Twitter oder dergleichen nutzt, unabhängig von seinen politischen Aussagen/Zielen.
Das allerdings wäre nicht mehr nur peinlich, sondern gefährlich.

Sonntag, 30. November 2008

verdammtes Denglisch


Otto0811291

Ich wollte mir Unterhemden kaufen. Bei irgendeinem Versandhaus. Zum Beispiel "Otto"

Unterhemden scheint es dort nicht zu geben.
Was ich finde, sind "Tanktops", "Muscleshirts", "Bodywear" und ähnliche vollkommen dämliche denglische Begriffe, bei denen ich das Gefühl habe, dass sie von schwachsinnigen PR-Leuten geprägt wurden, die nicht zugeben wollen, dass sie der deutschen Sprache nicht mächtig sind.

Wo lebe ich hier? In Großbritannien? In den USA?
Nein, in Deutschland!

Welchen Grund gibt es für eine spießiges Versandhaus, dass sich ausschließlich an deutsche Kunden wendet, dämliche englische oder halbenglische Begriffe zu verwenden?!

Samstag, 29. November 2008

Billig-Journalismus


Die Texte in SPIEGEL ONLINE werden auch immer schlechter:

Spiegel081129

Quelle: http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,593480,00.html

Donnerstag, 10. April 2008

Olympiaboykott der US-Mannschaft?


Es wird ja zur Zeit viel Bohei um den Olympia-Fackellauf gemacht. Und auch das Thema Olympiaboykott kocht langsam immer stärker hoch.

Wegen der Menschenrechtsverletzungen, die China in Tibet begeht.

Das mag berechtigt sein.

Aber ich frage mich, ob nach der gleichen Logik nicht auch die US-amerikanische Olympia-Mannschaft von den olympischen Spielen ausgeschlossen werden müsste. Schließlich ist die USA als Aggressor in den Irak eingefallen und ist dort immer noch als Besatzungsmacht präsent. Und was in Guantanamo passiert, ist auch nicht besser als die Tibeter Geschehnisse.
Zumindest wenn man es danach beurteilt, was man von Guantanamo und Tibet weiß oder zu wissen glaubt (denn in Wirklichkeit "wissen" wir nur das, was die Medien uns weismachen wollen).

Warum wird da mit unterschiedlichem Maß gemessen?

Mittwoch, 5. Dezember 2007

Redakteurin wünscht Ihren Kollegen den Tod


Der Realitätsverlust bezüglich der Ego-Shooter, der mir gestern aufgefallen war, betrifft offensichtlich nicht nur ein paar durchgeknallte Jugendliche.

Oder was soll man sonst davon halten, wenn der 'Gamestar', eines der Sprachrohre der Spieleindustrie, den Test für 'Unreal Tournament 3' so beschreibt:

Wir sind ja auch nicht zum Wettbeten hierher gekommen, sondern zum Wettschießen, genauer: zum Deathmatch. Tod dem Klinge, dem Siegismund, dem Schmidt, dem Matschijewsky, dem Visarius! Ach, allen!

Klinge, Siegismund, Schmidt, Matschijewsky und Visarius sind übrigens die Redakteure des Gamestar.

Da hat die Verfasserin des Gamestar-Tests den Unterschied zwischen den Figuren im Spiel und ihren Kollegen wohl irgendwie nicht mehr wahrgenommen.

Und da soll man noch Sätze glauben wie "Sind ja nur Pixel, das ist ja nicht in echt!"

Die Sprache des 'Gamestar' ist eine Sprache der Gewalt.
Ich weiß, das klingt im auf den ersten Blick lächerlich ("ist ja nur ein Spiel").
Aber unterschwellig wandert das 'Töten' als spielerische Handlung (!) eben DOCH in die Köpfe der Leser ein.

Es wirkt dann schon fast zynisch, wennn der Gamestar sich gleichzeitig nicht entblödet, diese pro-Ego-Shooter-Argumente auf seiner Website zu veröffentlichen.
Natürlich völlig unreflektiert.

Kommerz um jeden Preis.

Ob die Leute von d-frag, von denen diese pro-Ego-Shooter-Argumente stammen, sich eigentlich bewusst sind, wie sehr sie sich vor den Karren einer gewissenlosen Spiele-Industrie spannen lassen?

Dienstag, 4. Dezember 2007

Darf Freiheit alles?


Drüben bei d-frag gerade eine interessante Diskussion gehabt, die von einem nicht ganz korrekten Fernsehbericht (über Ego-Shooter) bis hin zu den moralischen Werten einer Gesellschaft und sogar zu Büchern von Sade führte.

Und eigentlich sogar zu den Fragen, was Freiheit ist und was sie darf.

Was besonders "künstlerische Freiheit" darf.

Das ist ein weites Feld und nicht in wenige Worte zu fassen.

Ich bin der Meinung, dass auch Freiheit Grenzen hat, und dass auch künstlerische Freiheit Grenzen hat.
Ich war mit dieser Meinung aber ziemlich allein ;-).

Um auf Computerspiele zurückzukommen:
Natürlich ist nicht jeder, der Ego-Shooter spielt, ein potenzieller Amokläufer oder Mörder. Darüber braucht man, denke ich, nicht zu diskutieren.
Aber ich bin nach wie vor der Auffassung, dass es moralische Grenzen für alles gibt oder in einer menschlichen Gesellschaft zumindest geben sollte.
Das gilt für Filme genauso wie für Spiele.
Und da hört für mich die Freiheit - ja, auch die künstlerische Freiheit - irgendwo auf.

Ein oft gehörtes Argument ist "Das ist doch nur ein Spiel, das sind doch nur Pixel".

Klar, sind nur Pixel.

Aber nicht alle Shooter-Spieler haben den Entwicklungshintergrund, der diese klare Grenze zwischen Virtualität und Realität zieht.

Manch einer scheint bezüglich der Pixel schon einen ganz kräftigen Realitätsverlust zu haben.

Dieses Video hier überschreitet meiner Meinung nach die Grenze bereits, und zwar deutlich.
Und das kann ich auch nicht mehr unter "künstlerische Freiheit" buchen.

http://www.youtube.com/watch?v=v9V0MrbolKQ&feature=related

Sind ja nur Film-Pixel. Ist ja nicht ernst, ist ja nur ein Film. Kommt ja keiner wirklich zu Schaden.

Ach ja? Ich habe eher den Eindruck, dass diese Jugendlichen sich als coole Helden sehen (man beachte auch die Kommentare zum Video). Wieweit ist es im Einzelfall von diesem Spiel-Film bis zur blutigen Realität?

Ego-Shooter - so der Tenor der Gamer-Gemeinde - dürfen nicht verboten werden. Aber was unternehmen die "verantwortungsbewussten" Spieler gegen solche Auswüchse wie das verlinkte Video?
Wo bleibt da die angebliche Selbstkontrolle und das tolle Community-Gefühl?

Mir scheint ein Verbot bestimmter menschenverachtender Spiele das einzige Mittel zu sein, das zumindest teilweise die Brutalisierung unserer Gesellschaft begrenzen kann.

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