Redakteurin wünscht Ihren Kollegen den Tod
Der Realitätsverlust bezüglich der Ego-Shooter, der mir gestern aufgefallen war, betrifft offensichtlich nicht nur ein paar durchgeknallte Jugendliche.
Oder was soll man sonst davon halten, wenn der 'Gamestar', eines der Sprachrohre der Spieleindustrie, den Test für 'Unreal Tournament 3' so beschreibt:
Wir sind ja auch nicht zum Wettbeten hierher gekommen, sondern zum Wettschießen, genauer: zum Deathmatch. Tod dem Klinge, dem Siegismund, dem Schmidt, dem Matschijewsky, dem Visarius! Ach, allen!
Klinge, Siegismund, Schmidt, Matschijewsky und Visarius sind übrigens die Redakteure des Gamestar.
Da hat die Verfasserin des Gamestar-Tests den Unterschied zwischen den Figuren im Spiel und ihren Kollegen wohl irgendwie nicht mehr wahrgenommen.
Und da soll man noch Sätze glauben wie "Sind ja nur Pixel, das ist ja nicht in echt!"
Die Sprache des 'Gamestar' ist eine Sprache der Gewalt.
Ich weiß, das klingt im auf den ersten Blick lächerlich ("ist ja nur ein Spiel").
Aber unterschwellig wandert das 'Töten' als spielerische Handlung (!) eben DOCH in die Köpfe der Leser ein.
Es wirkt dann schon fast zynisch, wennn der Gamestar sich gleichzeitig nicht entblödet, diese pro-Ego-Shooter-Argumente auf seiner Website zu veröffentlichen.
Natürlich völlig unreflektiert.
Kommerz um jeden Preis.
Ob die Leute von d-frag, von denen diese pro-Ego-Shooter-Argumente stammen, sich eigentlich bewusst sind, wie sehr sie sich vor den Karren einer gewissenlosen Spiele-Industrie spannen lassen?
Oder was soll man sonst davon halten, wenn der 'Gamestar', eines der Sprachrohre der Spieleindustrie, den Test für 'Unreal Tournament 3' so beschreibt:
Wir sind ja auch nicht zum Wettbeten hierher gekommen, sondern zum Wettschießen, genauer: zum Deathmatch. Tod dem Klinge, dem Siegismund, dem Schmidt, dem Matschijewsky, dem Visarius! Ach, allen!
Klinge, Siegismund, Schmidt, Matschijewsky und Visarius sind übrigens die Redakteure des Gamestar.
Da hat die Verfasserin des Gamestar-Tests den Unterschied zwischen den Figuren im Spiel und ihren Kollegen wohl irgendwie nicht mehr wahrgenommen.
Und da soll man noch Sätze glauben wie "Sind ja nur Pixel, das ist ja nicht in echt!"
Die Sprache des 'Gamestar' ist eine Sprache der Gewalt.
Ich weiß, das klingt im auf den ersten Blick lächerlich ("ist ja nur ein Spiel").
Aber unterschwellig wandert das 'Töten' als spielerische Handlung (!) eben DOCH in die Köpfe der Leser ein.
Es wirkt dann schon fast zynisch, wennn der Gamestar sich gleichzeitig nicht entblödet, diese pro-Ego-Shooter-Argumente auf seiner Website zu veröffentlichen.
Natürlich völlig unreflektiert.
Kommerz um jeden Preis.
Ob die Leute von d-frag, von denen diese pro-Ego-Shooter-Argumente stammen, sich eigentlich bewusst sind, wie sehr sie sich vor den Karren einer gewissenlosen Spiele-Industrie spannen lassen?
Argus - 5. Dez, 17:37