"Kinder, streitet euch nicht, tötet euch!!" [1]


Die Deutsche Gesellschaft für wissenschaftliche Gesprächspsychotherapie (GwG) fordert ein gesetzliches Verbot gewaltverherrlichender Spiele (Pressemitteilung vom 28.11.07)

Das finde ich richtig.

Unsere Gesellschaft verroht in zunehmenden Maße.
Werte und Moralvorstellungen, die uns erst zu Menschen machen, werden zunehmend in den Dreck kommerzieller Interessen getreten.

Das macht die Spieleindustrie genauso wie die Filmindustrie.

Das dauerhafte Kitzeln der niedrigsten Instinkte - in Filmen, in Spielen - bringt milliardenschwere Umsätze.

Und ich kann mir nicht vorstellen, dass dies auf Dauer ohne Einfluss auf die menschliche Gesellschaft bleibt.

Nur ein paar kleine Beispiele:
  • aus Dooyoo.de [1]:
    "Kinder, streitet euch nicht, tötet euch!!"
  • aus Dooyoo.de [2]:
    Die geilste Waffe von UT ist meines Erachtens aber das Scharfschützengewehr, da sich hiermit im Nah- und Fernkampf mit einem Modi alles töten läßt, was läuft. Kleiner Tip: auf den Kopf des Gegners schießen = tot. (Egal, wie gesund der Typ war)
    Also denn, viel Spaß beim Töten.
    P.S.: UT eignet sich auch hervorragend zur Vorbereitung, falls sie, lieber Leser, demnächst in den USA zur Schule gehen müssen.
  • aus Dooyoo.de [3]:
    Das einzige was echt aussieht ist wenn du die Leute Abschießt, zerfetzen sie immer voll. Die Körperteile fliegen dir dann immer voll um die Ohren. [...] Es ist nämlich viel lustiger solcher Erfundenen Sachen zu sehen als das leben. Dieses Spiel ist übrigens ab 16 oder 18. Finde es trotzdem nicht schlimm. Außerdem bin ich selber 14 und kann es super verkraften.
Nein, ich bin nicht der Meinung, dass Spiele und Filme die alleinige Ursache für die zunehmende Brutalisierung unserer Gesellschaft sind.

Aber dass gewaltverherrlichende Spiele und Filme einen Anteil daran haben, steht für mich außer Frage.

Dem Treiben unserer von Lobbyinteressen diktierten Politiker stehe ich insgesamt sehr skeptisch gegenüber.

Warum sie auch auf diesem Feld seit Jahren nur reden, aber nicht wirklich etwas tun, ist eine interessante Frage, deren Antwort, wenn man es nur weit genug spannt, auch bis zu den Einsätzen der Bundeswehr in Afghanistan reichen könnte ...

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